Infektanfälligkeit und trotzdem gesund durch den Winter

Akupunktur Salzburg Winterlandschaft

Infektanfälligkeit und Erkältung

Was ist eine Erkältung aus TCM Sicht:

Kälte und Wind dringen in den Körper ein. Aus schulmedizinscher Sicht ist das der Beginn einer viralen Erkrankung – also der sogenannte grippale Infekt. Man sieht die eingedrungene Kälte auch gut am Belag der Zunge, dieser ist dann oft weißlich und verdickt.

Auch das Nasensekret ist weißlich, ebenso der Auswurf beim Husten. Wenn die Kälte zu lange im Körper verbleibt entsteht häufig Hitze – aus schulmedizinischer Sicht wird dann aus einem viralen Infekt ein bakterieller, der Auswurf wird gelb, der Zungenbelag wird auch häufig gelb.

Vorbeugend ist es aus chinesischer Sicht am wichtigsten eine gute Abwehrenergie (Wei-Qi) aufzubauen. Diese hängt in erster Linie von einer guten Lungenenergie ab. Um die Infektanfälligkeit zu mindern ist es wichtig die Abwehrenergie zu stärken.

Um die Lungenenergie zu stärken, muss vor allem genug Energie im Körper vorhanden sein. Am wichtigsten für genügend Energie im Körper ist eine ausreichende Aufnahme aus der Nahrung, aber auch genügend Schlaf – sehr wichtig ist der Schlaf vor Mitternacht. Natürlich hilft auch möglichst wenig Stress.

Um die Energie aus der Nahrung optimal aufnehmen zu können, brauchen wir eine gute Verdauung, oder chinesisch ausgedrückt ein gutes Milz-Qi. Am einfachsten können wir unsere Verdauung in der Zeit von 7 bis 11 Uhr vormittags stärken. Also kommt dem Frühstück eine große Bedeutung zu.

Die 4 wichtigsten Regeln um Infektanfälligkeit  vorzubeugen:

  1. Frühstücken
  2. Wenn möglich warm – Getreidebrei (zb. Haferflocken mit Zimt und Birnenkompott, Reis, Quinoa, … ), Suppe, getoastetes Brot
  3. Kalte und verschleimende Nahrungsmittel morgens vermeiden: Milchprodukte, Früchtetees, Fruchtsäfte (auch frisch gepresste)
  4. 3xtägl eine warme Mahlzeit  

Bei chronischer Infektanfälligkeit kann man das Immunsystem schon vorbeugend mit Akupunktur und chinesischer Arzneimitteltherapie stärken.

Chinesische Kräuter die das Milz-Qi und damit indirekt auch die Lungenenergie und das Wei-Qi (Abwehrenergie) stärken bzw die Infektanfälligkeit verringern:

  • Ren Shen – Ginseng Wurzel:  stärkt allgemein das Qi (die Energie), stärkt auch sehr gut die Milz und die Lunge.
  • Gan Cao – Süßholz: stärkt die Milz und die Lunge

Wichtigste chinesische Rezeptur zur Reduzierung der Infektanfälligkeit:

Ju Ping Feng San – Jade Windschutzpulver

  • Huang Qi – Astragaluswurzel, Tragant – Stärkt die Milz und vermehrt das Qi, stärkt die Abwehrenergie der Lunge und stabilisiert die Körperoberfläche
  •  Bai Zhu – Atractylodes, stärkt die Milz, stabilisiert die Oberfläche
  •  Fang Feng (Windschutzwurzel): leitet Wind aus, und schützt die Oberfläche
  •  Sheng Jiang, Ingwer: leitet Kälte aus dem Körper

Wenn doch eine Erkältung entstanden ist:

Ingwertee: Drei bis vier Scheiben Ingwer mit heißem Wasser übergießen und einige Minuten ziehen lassen; Wichtig nach Einnahme des Ingwertees nicht nach draußen gehen!

Was passiert wenn man einen Ingwertee trinkt: Durch seinen heißen und scharfen Charakter öffnet er die Poren und regt das Schwitzen an, damit der schädigende Faktor Kälte ausgeleitet werden kann. Aber dadurch kann dann Kälte von außen auch leichter eindringen!

Also im Bett bleiben und die Erkältung auskurieren. Gute Besserung wünscht die Ordination Akupunktur Salzburg!

Bildquellen

  • Gesund durch den Winte mit Akupunktur Salzburg: philipp