Heuschnupfen (allergische Rhinitis) betrifft in Österreich mehr als 25 % der Bevölkerung und ist damit eine der häufigsten allergischen Erkrankungen. Typische Beschwerden wie Niesen, Fließschnupfen, verstopfte Nase und juckende Augen können die Lebensqualität und Leistungsfähigkeit erheblich beeinträchtigen — insbesondere während der Pollensaison, die in Salzburg je nach Allergen von Februar bis September reicht.
In meiner Ordination in Salzburg biete ich Akupunktur und Verfahren der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) als ergänzende Behandlung bei Heuschnupfen an. Die Therapie erfolgt stets auf Grundlage einer individuellen ärztlichen Beurteilung und ersetzt keine leitliniengerechte schulmedizinische Diagnostik oder Behandlung.
Was ist Heuschnupfen? Symptome und Auslöser
Allergische Rhinitis ist eine immunologisch vermittelte Entzündung der Nasenschleimhaut, ausgelöst durch Allergene wie Baum-, Gräser- oder Kräuterpollen. In Salzburg und dem Salzburger Land beginnt die Pollensaison typischerweise mit der Hasel- und Erlenblüte im Februar/März, gefolgt von Birke (März–Mai) und Gräsern (Mai–August).
Typische Symptome sind:
- Niesanfälle und wässriger Fließschnupfen
- Verstopfte Nase und eingeschränkte Nasenatmung
- Juckreiz an Nase, Gaumen und Augen
- Begleitende Augenbeschwerden (Konjunktivitis)
- Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Konzentrationsprobleme
Wichtig: Allergische Rhinitis kann langfristig mit Asthma oder chronischer Rhinosinusitis verknüpft sein. Daher ist eine sorgfältige ärztliche Abklärung — einschließlich Allergietestung — die Grundlage jeder Behandlung.
Schulmedizinische Standardbehandlung bei Heuschnupfen
Die leitliniengerechte Therapie der allergischen Rhinitis bildet die Grundlage jeder Behandlung. Sie umfasst:
- Trigger-Management: Pollenexposition reduzieren, Pollenschutzgitter, Haare waschen nach Aufenthalt im Freien.
- Intranasale Glukokortikoide: Mittel der Wahl bei moderater bis schwerer Symptomatik (verstopfte Nase).
- Antihistaminika: Oral oder intranasal, v. a. bei Niesreiz, Fließschnupfen und Juckreiz.
- Allergen-Immuntherapie (AIT): Einzige kausale Therapieoption bei nachgewiesener Sensibilisierung — kann den natürlichen Krankheitsverlauf langfristig beeinflussen.
Akupunktur und TCM-Verfahren ersetzen diese Standardmaßnahmen nicht, können aber als ergänzender Baustein sinnvoll sein.
Akupunktur bei Heuschnupfen: Was sagt die Evidenz?
Die Wirksamkeit von Akupunktur bei allergischer Rhinitis wurde in mehreren klinischen Studien untersucht. Besonders hervorzuheben ist die ACUSAR-Studie (Brinkhaus et al., Annals of Internal Medicine, 2013), eine der größten randomisierten kontrollierten Studien zu diesem Thema mit über 400 Teilnehmenden. Sie zeigte, dass Akupunktur bei saisonaler allergischer Rhinitis zu einer signifikanten Verbesserung der Beschwerden und der Lebensqualität führen kann — verglichen mit einer Scheinakupunktur-Kontrollgruppe.
Weitere relevante Studienlage:
- Cochrane-Reviews berichten über positive Effekte der Akupunktur auf nasale Symptome bei allergischer Rhinitis, weisen jedoch auf Heterogenität der Studien hin.
- Die WHO listet allergische Rhinitis als Indikation, bei der Akupunktur erwogen werden kann.
- Die AWMF S3-Leitlinie „Allergische Rhinitis“ (Registernr. 061-014) beschreibt den evidenzbasierten Therapiestandard; Akupunktur wird als ergänzende Option erwähnt.
Einordnung: Die Evidenz ist ermutigend, aber heterogen. Akupunktur kann bei Heuschnupfen als komplementärer Baustein sinnvoll sein — insbesondere wenn Patientinnen und Patienten trotz Standardtherapie unter relevanter Symptomlast leiden oder einen nicht-medikamentösen Zusatzansatz wünschen. Sie ersetzt jedoch nicht die schulmedizinische Standardbehandlung.
➜ Ausführliche Leitlinien-Übersicht zur allergischen Rhinitis lesen
Mein Behandlungskonzept bei Heuschnupfen
Ersttermin und Diagnostik
Jede Behandlung beginnt mit einer ausführlichen ärztlichen Erstanamnese (ca. 60–90 Minuten). Dabei erfasse ich Ihre Beschwerdegeschichte, bisherige Diagnostik und Therapie sowie — im Rahmen der TCM — funktionelle Muster (Puls- und Zungendiagnose). Bei Bedarf veranlasse ich eine ergänzende schulmedizinische Abklärung.
Akupunkturbehandlung
Auf Basis der Erstanamnese erstelle ich einen individuellen Behandlungsplan. Typischerweise kommen folgende Verfahren zum Einsatz:
- Körperakupunktur: Gezielte Stimulation von Punkten, die in der TCM mit den Funktionskreisen Lunge, Milz und Niere assoziiert sind — z. B. LI4, LI20, ST36, BL13.
- Ohrakupunktur: Ergänzend nach Nogier/Bahr bei ausgeprägter nasaler oder konjunktivaler Symptomatik.
- Laserakupunktur: Nadelfreie Alternative, z. B. für Kinder oder bei erhöhter Sensibilität.
Begleitende TCM-Maßnahmen
Je nach individueller Situation können ergänzend eingesetzt werden:
- Chinesische Kräutertherapie: Individuell zusammengestellte Rezepturen zur Unterstützung der Beschwerdelinderung.
- TCM-Ernährungsberatung: Empfehlungen zur saisonalen Anpassung der Ernährung nach TCM-Prinzipien.
Behandlungsdauer und -frequenz
Ein typischer Behandlungszyklus umfasst 8–12 Sitzungen, idealerweise beginnend 4–6 Wochen vor der individuellen Pollensaison. In der akuten Phase können engmaschigere Termine (1–2× pro Woche) sinnvoll sein. Der genaue Plan wird individuell besprochen und an Ihren Verlauf angepasst.
Warum zu Dr. Laber? Ärztliche Qualifikation
Als Facharzt für Allgemeinmedizin und Familienmedizin bringe ich sowohl schulmedizinische Expertise als auch langjährige Erfahrung in Akupunktur und TCM mit. Meine Qualifikationen umfassen:
- Studienaufenthalt an der Hubei University of Chinese Medicine (Wuhan, China)
- Ausbildung am Nanjing International Acupuncture Training Center
- ÖÄK-Diplom für Akupunktur sowie Europäisches Akupunkturdiplom
- Referent bei der Österreichischen Gesellschaft für kontrollierte Akupunktur (OGKA)
- Über 20 Jahre Erfahrung in der Verbindung von Schulmedizin und TCM
Mir ist besonders wichtig: Jede Behandlung beginnt mit einer schulmedizinischen Einordnung. Erst wenn die Standardversorgung gewährleistet ist, werden komplementärmedizinische Verfahren ergänzend eingesetzt.
Kosten und Kostenerstattung
Erstbehandlung (ca. 90 Minuten): € 200,– (Kinder € 155,–)
Folgebehandlung: € 155,– (Kinder € 115,–)
Die Behandlung ist eine Privatleistung (Wahlarzt). Gesetzliche Krankenkassen leisten je nach Tarif einen Kostenzuschuss; private Zusatzversicherungen übernehmen häufig einen größeren Anteil. Detaillierte Informationen finden Sie auf der Seite Behandlungskosten.
Häufig gestellte Fragen zur Akupunktur bei Heuschnupfen
Hilft Akupunktur wirklich bei Heuschnupfen?
Klinische Studien, insbesondere die ACUSAR-Studie (2013, Annals of Internal Medicine), zeigen, dass Akupunktur Heuschnupfen-Symptome signifikant lindern und die Lebensqualität verbessern kann. Die Behandlung wirkt komplementär — sie ergänzt die schulmedizinische Therapie, ersetzt sie aber nicht.
Wann sollte ich mit der Akupunktur-Behandlung bei Heuschnupfen beginnen?
Idealerweise 4–6 Wochen vor Beginn Ihrer individuellen Pollensaison. In Salzburg beginnt die Birkenpollensaison typischerweise im März/April, die Gräserpollensaison im Mai. Eine frühzeitige Behandlung kann den Körper auf die bevorstehende Belastung vorbereiten.
Wie viele Akupunktursitzungen sind bei Heuschnupfen üblich?
Ein typischer Behandlungszyklus umfasst 8–12 Sitzungen. In der akuten Pollensaison werden häufig 1–2 Termine pro Woche empfohlen. Vorbeugend (präsaisonal) kann ein wöchentlicher Rhythmus sinnvoll sein. Der genaue Plan wird individuell mit Ihnen besprochen.
Kann ich Akupunktur mit Antihistaminika oder Nasenspray kombinieren?
Ja. Akupunktur wird als ergänzende Maßnahme eingesetzt und kann mit schulmedizinischen Medikamenten (Antihistaminika, intranasale Kortikoide) kombiniert werden. In manchen Fällen berichten Patientinnen und Patienten, dass sie ihren Medikamentenbedarf im Verlauf der Behandlung reduzieren konnten — dies sollte jedoch immer in ärztlicher Absprache erfolgen.
Ist die Akupunktur-Behandlung schmerzhaft?
Die verwendeten sterilen Einmalnadeln sind sehr fein (ca. 0,3 mm). Die meisten Patientinnen und Patienten empfinden den Einstich als minimal. Während der Behandlung können Empfindungen wie Druck, Ziehen oder Wärme auftreten — in der TCM als „DeQi“ bezeichnet. Für Kinder oder nadelempfindliche Personen steht Laserakupunktur als nadelfreie Alternative zur Verfügung.
Behandeln Sie auch Kinder mit Heuschnupfen?
Ja. Kinder können mit Akupunktur begleitend behandelt werden. Häufig setze ich bei Kindern die Laserakupunktur ein — ein nadelfreies Verfahren, das in der Regel sehr gut akzeptiert wird. Die Kosten für Kinder betragen € 155,– (Erstbehandlung) bzw. € 115,– (Folgebehandlung). Eine schulmedizinische Abklärung, insbesondere der Ausschluss von Asthma, ist bei Kindern besonders wichtig.
Termin vereinbaren
Sie möchten Ihren Heuschnupfen ergänzend mit Akupunktur behandeln lassen? Ich freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme.
Ordination Dr. Philipp Laber
Peregrinstraße 11, 5020 Salzburg (Nonntal)
Telefon: 0662 23 15 20
Mo: 9:00–13:00 & 14:00–17:00 | Di–Do: 8:00–13:00 & 14:00–17:00
Medizinisch geprüft und verantwortet von Dr. med. Philipp Laber, Facharzt für Allgemeinmedizin und Familienmedizin. Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine persönliche ärztliche Beratung, Diagnostik oder Therapieentscheidung. Bei akuten Warnzeichen (z. B. Atemnot, Kreislaufprobleme) suchen Sie bitte sofort medizinische Hilfe.

